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Datenschutz, der Wirtschaft und Verbrauchern nützt

Datenschutz, der Wirtschaft und Verbrauchern nützt

Im aktuellen Jahresbericht des Spitzenverbands BGA plädiert BDIU-Präsidentin Kirsten Pedd für eine Datenschutzreform mit Augenmaß.

Datenschützer haben den Mai 2018 fest im Blick. Ab dann gilt die Datenschutzgrundverordnung. Bis dahin muss die Bundesregierung die deutschen Gesetze entsprechend anpassen.

Dafür gibt es zwar klare Vorgaben in dem Verordnungstext. Es gibt aber auch Spielraum – und den sollte Deutschland im Sinne der Wirtschaft und der Verbraucher nutzen.

Auf ein besonderes Problem weist jetzt Kirsten Pedd in einem Kommentar für den Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) hin. „Gläubiger müssen auch in Zukunft ohne Schwierigkeiten Informationen zu unbezahlten Rechnungen an Inkassounternehmen weitergeben können“, fordert Pedd darin. Bei der Datenschutzgrundverordnung müsse man daher auf die Details achten.

Pedd: „Zwar ist gesichert, dass Datenverarbeitungen im Bereich des Forderungsmanagements auch mit der neuen Verordnung möglich bleiben sollen. Aber es besteht weiterhin Klärungsbedarf, was das in der Praxis bedeutet. Denn mit der Verordnung sind viele neue Rechtsbegriffe eingeführt worden.

Pro Jahr realisieren Inkassounternehmen mehr als fünf Milliarden Euro aus unbezahlten Rechnungen für über eine halbe Million Auftraggeber, die mehr als sechs Millionen Arbeitsplätze stellen. Damit das nicht gefährdet wird, muss der deutsche Gesetzgeber die Datenschutzgrundverordnung dergestalt in nationales Recht übertragen, dass sämtliche Tätigkeiten von Inkassounternehmen genauso möglich bleiben, wie das bisher nach dem Bundesdatenschutzgesetz der Fall ist.“

Der BGA vertritt als Dachverband die Interessen von rund 125.000 deutschen Unternehmen. Einer der Mitgliedsverbände ist der BDIU, der so die Chance nutzt, die spezifischen Belange der Inkassowirtschaft gegenüber anderen Branchen und der Politik zur Sprache zu bringen. Dabei ist die Datenschutzgrundverordnung derzeit eines der wichtigsten Themen. Der Gastkommentar von Kirsten Pedd, die auch Mitglied im Präsidium des BGA ist, können Sie in dem aktuellen Jahresbericht 2016/2017 des Spitzenverbands nachlesen.

 

UPDATE: Wer sich bereits jetzt zu den wichtigsten Änderungen fit machen möchte, die mit der Datenschutzgrundverordnung ins Haus stehen, kann sich auf Seminaren der Deutschen Inkasso Akademie (DIA) dazu informieren. Unter anderem legt die DSGVO an verschiedenen Stellen Dokumentationspflichten fest, die deutlich von der bisherigen Gesetzeslage abweichen. Unternehmen werden in die Nachweispflicht genommen, dass sie personenbezogene Daten im Einklang mit der Verordnung verarbeiten. Diese Nachweispflicht erfordert eine umfassende Dokumentation der Datenschutzmaßnahmen.

Der DIA-Dozent Dr. Robert Kazemi informiert dazu am 2. November in Köln:

http://www.inkassoakademie.de/de/seminar/dsgvo-spezial-dokumentationspfl...