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JHV 2013

Vom 18. bis 20. April 2013 lud der Spitzenverband der deutschen Inkassowirtschaft ins schöne Elbflorenz. Schwerpunktthema in Dresden: die Inkassotätigkeit im internationalen Vergleich.

Die Jahreshauptversammlung bietet allen BDIU-Mitgliedern sowie interessierten Inkasso-Experten ein hochwertiges Kongressprogramm zur fachlichen und praxisbezogenen Weiterbildung. Rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten dabei im April 2013 über aktuelle branchenrelevante Themen – angefangen bei der aktuellen Gesetzgebung wie dem „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken“ oder der geplanten Verkürzung der Wohlverhaltensperiode im Verbraucherinsolvenzverfahren über Praxisworkshops bis hin zu englischsprachigen Veranstaltungen. Neben Vertretern der 560 Mitgliedsunternehmen des BDIU waren darunter auch Gäste aus Politik, Wirtschaft und befreundeter ausländischer Verbände.

Partnerland in diesem Jahr war Polen. Piotr Badowski, Präsident des polnischen Inkassoverbandes PZW, begrüßte am ersten Abend die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung und stellte zudem in einem Workshop die besonderen Herausforderungen vor, denen sich Inkassounternehmen in Polen – dort übrigens eine bislang stetig wachsende Branche – zu stellen haben.

Neuer Leifaden für grenzüberschreitendes Inkasso
Ohnehin war der Blick über die Grenzen auf die Inkassopraxis in anderen Ländern ein Schwerpunkt dieser Veranstaltung. So wurde auf der JHV der neue Praxisleitfaden für grenzüberschreitendes Forderungsmanagement vorgestellt, den ein internationales Konsortium mit dem BDIU an seiner Spitze im Auftrag der Europäischen Kommission jüngst fertiggestellt hatte.

Heftige Kritik an Inkassoregulierung
BDIU-Präsident Wolfgang Spitz erklärte im Eröffnungsplenum engagiert: „Inkasso ist unverzichtbar!“ Das geplante „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken“ könnte die ganze Branche gefährden – und damit auch die Produktivität der über eine halbe Million Auftraggeber aller Wirtschaftsbereiche, die auf die Zusammenarbeit mit professionellen Inkassodienstleistern angewiesen sind. Auch der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) kritisiert das „GguG“ scharf. Es sei wirtschaftsfeindlich. BGA-Geschäftsführer Gerhard Handke unterstrich vor den Teilnehmern der BDIU-Jahreshauptversammlung, dass Groß- und Außenhandel ein starkes Interesse daran haben, dass Inkassoverfahren auch in Zukunft funktionieren.

Erstmals wurde auf der Jahreshauptversammlung den Teilnehmern auch ein gemeinsamer Jahresbericht des BDIU und der DIA zum abgelaufenen Geschäftsjahr präsentiert.

Zu Gast im Albertinum
Ein Höhepunkt war am zweiten Abend der BDIU-Frühlingsempfang im Dresdner Albertinum. Dessen Skulpturensammlung zeigt Kunstwerke der Moderne, beginnend bei dem französischen Bildhauer Auguste Rodin. Insgesamt umfasst die Sammlung Werke aus mehr als fünf Jahrtausenden. Die Teilnehmer des BDIU-Frühlingsempfangs erhielten Gelegenheit, sich bei einer exklusiven Führung durch die Skulpturenhalle des Museums Eindrücke einiger der beeindruckenden Bildhauerarbeiten und Installationen zu verschaffen.