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Berliner Inkassorunde stellt sich Herausforderungen der Branche

Berliner Inkassorunde stellt sich Herausforderungen der Branche

Heute traf sich beim BDIU die Berliner Inkassorunde. Sie wählte Uwe Püschel zum neuen Leiter. Experte Klaus Krause informierte über Herausforderungen für KMU am Markt. 

Bei der Hauptstadt-Inkassorunde stand ein Wechsel in der Leitung an. Uwe Püschel, der bereits seit Gründung dieses regionalen BDIU-Arbeitskreises mit an Bord ist, kandidierte und wurde einstimmig gewählt. Der Betriebswirt arbeitet seit 1997 bei Creditreform Berlin und leitet dort die Inkasso-Abteilung mit insgesamt 36 Mitarbeitern.

Warum er sich dieser Herausforderung stellt? Weil er den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Vertretern des Verbands und der BDIU-Geschäftsstelle für sehr wichtig hält. „Die Probleme, die die einzelnen Inkassounternehmen beschäftigen, sind in vielen Fällen vergleichbar“, sagt Püschel. „Das Rad muss oft nicht neu erfunden werden, besser ist, man tauscht sich untereinander aus.“

Neben aktuellen Branchenthemen stand diesmal ein Vortrag von Klaus Krause, Geschäftsführer der Beratungsfirma Krause3PM, im Mittelpunkt. Er stellte die Herausforderungen vor, denen sich kleine und mittelgroße Unternehmen derzeit stellen müssen. Vier Punkte hob er hervor: Digitalisierung, Internationalisierung, Innovation und die Unternehmensnachfolge – in seinen Worten, die „vier Sorgen des Mittelstands“. Viele KMU seien in diesen Bereichen schlecht aufgestellt. Zum einen weil ihnen das Know-how etwa für digitalisierte Geschäftsprozesse fehle, zum anderen das Personal nicht adäquat auf Veränderungsprozesse vorbereitet sei. Wenn das Personal zusammen mit den Firmen altere oder ihr Kundenkreis sich nicht mehr ausweite, dann seien das Faktoren, die ein langfristiges Bestehen eines Unternehmens gefährdeten – gerade auch, was die Nachfolgesuche angehe. Jedes vierte KMU habe Nachfolgeschwierigkeiten, vor allem Firmen auf dem Land seien betroffen.

Was sind die Lösungen? Krause rät Unternehmen dazu, Know-how aufzubauen, zum Beispiel in Sachen Digitalisierung. Außerdem sollten sie sich anschauen, was ihr Wettbewerb macht. Gibt es hier frische Ideen, die auch das eigene Geschäft befruchten könnten? Wie sieht mein Marktumfeld aus? Kundenbefragungen seien ein gutes Werkzeug, um die tatsächliche Konkurrenzfähigkeit eines KMU zu bestimmen. In einem weiteren Schritt empfiehlt Krause, sich nach Kooperationspartnern umzuschauen. Diese könnten beim Ausbau und der Modernisierung des Geschäfts helfen – zum Beispiel den Schritt auf ausländische Märkte erleichtern, wenn die Firma im Heimatmarkt die Wachstumsgrenzen erreicht hat, intern aber Personal und Fachwissen für eine Expansion fehlt. Oft scheitere es bei alteingesessenen Betrieben an Sprachbarrieren, die Mitarbeiter sprechen kein Englisch, oder es fehlt schlicht das Verständnis für die unternehmerische Kultur und rechtliche Hintergründe auf Zielmärkten.

Partner, die KMU auf diesem Weg unterstützen können, sind laut Krause wissenschaftliche Einrichtungen, zum Beispiel Universitäten, andere KMUs mit passendem Portfolio sowie Start-ups.

Mehr Infos hat Krause auch auf der Website seiner Beratungsgesellschaft zusammengestellt: http://k3pm.berlin/