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Briefporto: Wann wird es teurer?

Briefporto: Wann wird es teurer?

Vor wenigen Tagen noch hatte Postchef Frank Appel die Öffentlichkeit beruhigt: Es werde im ganzen Jahr 2018 keine Portoerhöhungen geben.

Nach neuesten Informationen gilt diese Preisgarantie allerdings nur für Verbraucher. So meldete gestern die dpa – mit Verweis auf Medienberichte –, dass Geschäftskunden bei ihrer Briefpost ab Januar wahrscheinlich deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Unter anderem die FAZ hatte berichtet, dass Unternehmen und Behörden 2018 mit einer Preisanhebung um fünf Prozent für ihr Briefporto zur Kasse gebeten werden. Rabatte für Großkunden würden entsprechend gekürzt.

Geschäftskunden machen mit rund 90 Prozent den Löwenanteil des Umsatzes der Post in diesem Bereich aus. Auch Inkassounternehmen, die für ihre Schuldnerkorrespondenz diesen klassischen Kommunikationsweg nutzen, stehen damit wohl höhere Kosten ins Haus.

Die Post sieht sich im traditionellen Briefgeschäft schon seit längerem einem enormen Kostendruck ausgesetzt. Es werden immer weniger Briefe physisch verschickt, vor allem Verbraucher greifen statt zu Stift und Papier immer öfter zu Smartphone und digitalen Kommunikationstools. Das Unternehmen versucht nun gegenzusteuern, u.a. im Rahmen eines Pilotprojektes, bei dem Postsendungen nicht mehr täglich zugestellt werden sollen.

Auch für Verbraucher stehen wohl bald Kostenerhöhungen ins Haus. Im Spätherbst 2018 will die Post bei der Bundesnetzagentur einen Änderungsantrag für die Preise stellen. Aktuell beträgt das Porto für einen Normalbrief 70 Cent.