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Dialog über Berechnung von Inkassokosten

Dialog über Berechnung von Inkassokosten

Am Montag, den 4. Juni fand in München ein Austauschforum der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung statt. 

Die Berater informierten sich, wie Inkassokosten berechnet werden, um besser in der Lage zu sein, von Inkassodienstleistern geltend gemachte Forderungen zu überprüfen.

Mit dabei war Andrea Schweer, Vorsitzende des BDIU-Rechtsausschusses. Sie vermittelte bei dieser Gelegenheit die Sicht der Gläubigerseite beziehungsweise der von ihnen beauftragten Rechtsdienstleister. Schweer erläuterte unter anderem die Rechtsgrundlagen für den Verzug und zur Verjährung, informierte über das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) und den gesetzlich vorgegebenen Rahmen zur Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten, die ein Verzugsschaden des Gläubigers sind. Unter anderem ging es um den § 4 Abs. 5 RDGEG (das ist das Einführungsgesetz zum Rechtsdienstleistungsgesetz). Diese Vorschrift begrenzt die erstattungsfähigen Inkassokosten auf die Höhe der einem Rechtsanwalt zustehenden Vergütung. Maßgeblich sind die Vorschriften im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

Der Prozesskostenrechner auf der Website des Deutschen Anwaltvereins hilft bei der Ermittlung der außergerichtlichen Kosten, die auch von einem Inkassounternehmen bei der Forderungseinziehung geltend gemacht werden können:  https://anwaltverein.de/de/service/prozesskostenrechner

Natürlich ging es bei der Veranstaltung auch um Konflikte beziehungsweise unterschiedliche Anschauungen, die aufseiten der Schuldnerberater und der Inkassodienstleister bei konkreten Praxisfällen bestehen. Schweer stellte sich mancher Kritik und teilte mit, dass dem Verband die von den Schuldnerberatern genannten Probleme bekannt sind und man bemüht ist, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Wichtiger Anlaufpunkt für Schuldner sowie deren Berater ist dabei die Beschwerdestelle des BDIU. Sie ist ganz einfach erreichbar über die Website www.inkasso.de und den Button „Ich möchte mich beschweren“.