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Effizientere Verwaltung dank Support durch externes Forderungsmanagement

Effizientere Verwaltung dank Support durch externes Forderungsmanagement

Zum heutigen Beginn der Fachkonferenz „Digitaler Staat“ schreibt BDIU-Präsidentin Kirsten Pedd: „Moderne Verwaltung braucht ein umfassendes Kennzahleninstrumentarium.

Durch eine Modernisierung der bestehenden HKR-Verfahren ist es gewährleistet, dass dem Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen von Bund, Ländern und Kommunen auch weiterhin zeitnahe und umfassende Auswertungen über sämtliche Einnahmen und Ausgaben zur Verfügung gestellt werden können.

Solche Kennzahlen sind auch für meine Branche – die Inkassowirtschaft – die Basis unserer Tätigkeit. Wir – das sind mehr als 550 Inkassounternehmen mit rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – kümmern uns darum, dass unsere Auftraggeber nicht nur einen genauen Überblick über ihre Außenstände erhalten, sondern wir tragen durch unsere Rechtsdienstleistungen ganz entscheidend dazu bei, dass solche Außenstände so niedrig wie möglich bleiben und berechtigte Forderungen verlässlich eingezogen werden können. Mehr als 5 Milliarden Euro fließen so jedes Jahr in die Kassen unserer mehr als einer halben Million Auftraggeber wieder zurück. Das ist Geld, das ohne die Rechtsdienstleistungen der Inkassounternehmen für den Wirtschaftskreislauf verloren wäre.

Von diesem Forderungsmanagement profitiert zunehmend auch die öffentliche Hand. Gerade hier ist der Handlungsdruck enorm. Auf mehr als 70 Milliarden Euro summieren sich mittlerweile deren Außenstände. Das ist Geld, das dem Steuerzahler zusteht, und daher ist es auch jede Anstrengung wert, diesen Fehlbetrag zu reduzieren.

Um das zu erreichen, ist ein Mix aus internen und externen Maßnahmen erfolgversprechend. Flankierend zu modernen Entscheidungssystemen, wie sie HKR-Verfahren den Haushältern an die Hand geben, sollten die Verwaltungen daher auch auf externe Expertise zurückgreifen, wo diese sinnvoll ist. Viele Behörden auf allen Ebenen, seien es Kommunen, Landes- oder Sozialkassen, haben bereits sehr gute Erfahrungen in der Kooperation mit Inkassodienstleistern gemacht. Dabei geht es nicht etwa darum, wie gelegentlich von Kritikern angemerkt wird, hoheitliche Aufgaben auf die Privatwirtschaft zu verlagern. Das ist nicht unser Interesse und wir lehnen das auch aus grundsätzlichen Überzeugungen ab. Nein, es geht darum, Expertenwissen und Praxiserfahrung so zu nutzen, dass es der Allgemeinheit nutzt. Verwaltungshilfe durch Forderungsmanagement-Dienstleister hat sich in vielen Fällen bereits bewährt – zum Beispiel bei Kommunen, die auf diesem Wege noch Einnahmen aus bereits niedergeschlagenen Forderungen erzielen konnten. Darüber hinaus bieten sich viele weitere Möglichkeiten an, in denen Inkassounternehmen öffentliche Auftraggeber unterstützen könnten, etwa bei der Adressrecherche säumiger Zahler oder zur Bewertung von Forderungsbeständen, um nur zwei Beispiele nennen.

Diese Anstrengungen lohnen sich. Jeder Cent, um den der Fehlbetrag der öffentlichen Kassen verringert werden kann, ist dafür geeignet, um in Infrastruktur, in Schulen, Kitas und die öffentliche Daseinsvorsorge zu investieren. Alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes würden davon profitieren.  

Ich wünsche mir von den Haushältern bei Bund, Ländern und Kommunen mehr Mut, solche Schritte zu gehen. Die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern ist für das Forderungsmanagement der öffentlichen Hand eine Chance für höhere Einnahmen und letztlich mehr Steuer- und Abgabengerechtigkeit, denn es ist für den ehrlichen Steuerzahler nicht einzusehen, warum derjenige, der Forderungen der öffentlichen Hand unbezahlt lässt, nicht mit allen Maßnahmen, die rechtlich und praktisch möglich sind, in die Pflicht genommen wird."

Kirsten Pedd moderiert am morgigen Mittwoch eine Diskussionsrunde im Themenkomplex „Digitaler Haushalt“ auf der Fachkonferenz „Digitaler Staat“ in Berlin, zu der insgesamt rund 1400 Kongressbesucher erwartet werden. Der zweitägige Kongress stellt als Digitalisierungsforum des Fachmagazins „BehördenSpiegel“ die neuesten Entwicklungen beim Transformationsprozess der Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen in den Mittelpunkt.

www.digitaler-staat.org