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Forderungsmanagement für die digitale Verwaltung

Forderungsmanagement für die digitale Verwaltung

Kirsten Pedd moderierte beim Digitaler-Staat-Kongress in Berlin eine muntere Diskussionsrunde über moderne Konzepte für die Finanzverwaltung.

„Digitalisierung braucht Mut und politischen Willen. Politik, Unternehmen und die Verwaltung müssen schneller und flexibler werden, damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt“, so Kirsten Pedd beim #DigiStaat 2018 in Berlin.

In ihrer Diskussionsrunde ging es um HKR-Verfahren – also digitale Lösungen für das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen von Kommunen, Ländern und Bundesbehörden. Kirsten Pedd war dabei die Garantin, dass die Diskussion auch den Blick aufs Forderungsmanagement schärfte – denn gerade in diesem Bereich gibt es bei vielen Behörden noch deutliche Optimierungspotenziale.

Den Anfang machte André Zeranski. Er stellte ein Produkt der Dresdner Softwareschmiede Robotron vor, mit dem Behörden Fördermittel besser verwalten können. Seine Analyse: Zu viele Verwaltungen setzen bei ihrer Software auf Insellösungen. Das sorgt für Reibungsverluste, ist ineffizient und kostet den Steuerzahler unterm Strich viel Geld. Zeranski sieht Digitalisierung als Chance für mehr Bürgernähe. Niemand „will fünf Seiten Anträge ausfüllen und dann einen Aktenberg zurückbekommen“.

In der Kommunikation mit den Unternehmen ist die Freie Hansestadt Bremen schon einen Schritt weiter. Dort hat die Verwaltung die E-Rechnung etabliert – ein Leuchtturmprojekt mit bundesweitem Vorreitercharakter, das eine zentrale Rechnungsplattform für alle öffentlichen Auftraggeber schafft.

Dabei ist das nur ein Teil der HKR-Konzepte der Bremer Verwaltung, die Referatsleiter Rainer Heldt in seinem kurzweiligen Vortrag anschaulich darstellte. Auch ein besseres Forderungsmanagement gehört dazu. Für Bremen ist das eine Verwaltungsoptimierung, bei der die Behörden (bislang) noch nicht auf externe Unterstützung setzen. Dass das aber durchaus möglich wäre, betonte Kirsten Pedd. Ihr zur Konferenz veröffentlichter Fachbeitrag im BDIU-Blog erklärt das genauer.

Der Fachkongress Digitaler Staat fand vom 20. bis 21. März 2018 im ehemaligen Ostberliner Premierenkino KOSMOS statt. 1.400 Verwaltungsexperten nahmen teil. Die Key-Note hielt Dorothee Bär, Staatministerin für Digitales im Bundeskanzleramt.