inkasso.de verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Mehr Insolvenzen im Mai – Trendwende?!

Mehr Insolvenzen im Mai – Trendwende?!

Heute meldet das Statistische Bundesamt, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gestiegen ist. Plus 1,6 Prozent im Mai. Bei weiteren Schuldnern beträgt das Plus sogar 6 Prozent. Was ist da passiert?

In den vergangenen Jahren kannten die Insolvenzzahlen nur eine Richtung: abwärts. Meldeten die Amtsgerichte noch 2009 fast 33.000 Insolvenzverfahren von Unternehmen, ging seitdem diese Zahl Jahr für Jahr kontinuierlich zurück. Auch 2017 schien sich der Trend zunächst fortzusetzen mit einem zum Teil kräftigen Minus bei der Insolvenzentwicklung.

Die neuen Zahlen zeigen zum ersten Mal wieder in eine andere Richtung. Ist das eine Trendwende?

Das wohl nicht. Wenn man weiter in die Details blickt, sind die Ergebnisse weiterhin positiv. Vor einem Jahr meldeten die Amtsgerichte zwar weniger Unternehmensinsolvenzen – in absoluten Zahlen. Aber der Schaden, den diese Pleiten anrichteten, war dennoch höher. Auf 2,1 Milliarden Euro summierten sich im Mai 2016 die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger. Dieser Betrag liegt nun bei knapp 1,6 Milliarden Euro.

Und auch wenn man die Zahlen von Januar bis Mai zusammenzählt, ist das Ergebnis erfreulich. Um insgesamt 5,7 Prozent liegt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bislang unterhalb des Vergleichswertes von 2016.

Der gute Trend hält also doch.

Dennoch zeigen die aktuellen Zahlen, dass ein dauerhafter Rückgang nicht selbstverständlich ist. Unternehmerische Risiken bestehen weiterhin. Und Forderungsverluste in Höhe von 1,6 Milliarden Euro sind für die betroffenen Gläubiger nicht ohne weiteres zu ersetzen.

Deshalb bleibt ein vorausschauendes und effizientes Forderungsmanagement weiterhin absolute unternehmerische Pflicht.