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Neues vom Nordkreis

Neues vom Nordkreis

Braucht die Branche einen Code of Conduct? Der Nordkreis des Inkasso-Verbands sagt dazu Ja! Beim Treffen in Hamburg standen aber noch andere Themen auf der Tagesordnung.

Nordlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds in den höheren Lagen der Erdatmosphäre auf Sauerstoff und Stickstoff treffen. Nahe des Nordpols beschleunigt das Magnetfeld der Erde die eintreffenden Elektronen und Protonen besonders stark. Die geladenen Teilchen prallen auf die Gase und regen sie zum Ionisieren an. Das ist ein chemisch komplizierter Prozess, bei dem aus einem Atom oder Molekül ein oder mehrere Elektronen herausgerissen werden. Sofort danach vereinigen sich die Atome wieder. Der schöne Nebeneffekt: Die Gase fangen an zu leuchten.

Zu sehen bekommt man die Nordlichter hierzulande nur selten. Anfang September beobachteten Forscher ungewöhnlich heftige Eruptionen auf der Oberfläche unseres Fixsterns, der daraufhin viel Materie per Sonnenwind von sich fort schleuderte. Ein Teil davon gelangte bis zur Erde. Nur wenige Tage später konnte man in Norddeutschland das beeindruckende Polarleuchten bestaunen. Damit das klappt, gehört aber auch Glück dazu. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, zum Beispiel das Wetter.

Beim BDIU setzen die Nordlichter – auch Nordkreis genannt – den Rahmen, damit sich Inkasso-Kollegen untereinander austauschen können. Die Nordlichter sind einer der traditionsreichsten regionalen Inkasso-Arbeitskreise. Zwei- bis dreimal jedes Jahr kommt man in Hamburg zusammen, moderiert und geleitet von Mario Martens.

Im Moment debattieren die Nordlichter dieselben Themen, die auch die Branche stark beschäftigen.

Wie geht es weiter mit der Inkasso-Regulierung? Und können wir es schaffen, einen vertrauensvollen Dialog mit dem Verbraucherschutz aufzubauen? Letztlich war allen Nordlichtern klar: Die schon gut funktionierenden Selbstregulierungs-Tools des BDIU müssen ausgebaut werden. Mittel der Wahl ist ein Code of Conduct, kurz CoC. Warum sollte der Gesetzgeber hier Hand anlegen, wenn auch die Branche und die unmittelbar beim Inkasso involvierten Personen ihre Expertise einbringen können? Auch darin waren sich alle einig: Damit ein solcher CoC entstehen kann, braucht es einen besseren Austausch mit Verbraucherschützern. Dialog ist aber kein Einbahnstraße. Zuletzt hatten einige Kritiker öffentlich sehr harte – die Nordlichter finden: ungerechte und ungerechtfertigte – Beschwerden über die die Branche vorgetragen. Knackpunkt sind meist die Inkasso-Kosten. Schuldner empfinden diese oft als zu teuer. Dabei kostet der Einzug von Forderungen nun einmal Geld. Er ist aufwändig und mit komplexen Abläufen verbunden. Was aber sind diese einzelnen Schritte im Inkasso und welche Kosten müsste ein Gläubiger tragen, wenn er gezwungen wäre, das alles in Eigenregie durchzuführen? Genau dazu braucht es mehr Informationen. Zahlen, Daten, Fakten. Der BDIU hat jetzt Studien beauftragt, die belastbare empirische Zahlen liefern werden. Diese Studien wurden von den Teilnehmern in Hamburg sehr begrüßt.

Weitere Themen des Arbeitskreises waren die Zusammenarbeit von Inkassounternehmen und  Gerichtsvollziehern, der Umgang mit Beschwerden allgemein und Hinweisen auf Bestellbetrug konkret sowie ein Austausch zu den ersten Erfahrungen, die die Firmen jetzt mit der seit Kurzem geltenden Datenschutz-Grundverordnung machen.

Mehr dazu wird sicherlich beim nächsten Nordkreis zu diskutieren sein – im Herbst in Hamburg.

Sie sind BDIU-Mitglied und wollen beim Nordkreis mitmachen? Kein Problem. Mail an die Geschäftsstelle genügt – wir schicken Ihnen die nächsten Einladungen!