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Verbraucherinsolvenzen: Welche Ursachen haben sie?

Verbraucherinsolvenzen: Welche Ursachen haben sie?

Eigentlich ist es eine gute Nachricht: Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sinkt. Was sind eigentlich die Gründe, warum Menschen ein solches Verfahren beantragen?

77.238. So viele Menschen beantragten im vergangenen Jahr ein Verbraucherinsolvenzverfahren. Das waren immerhin 3,6 Prozent weniger als im Jahr davor.

Dennoch ist die Zahl überraschend hoch. Die Konjunktur brummt, wir haben Rekordbeschäftigung – eigentlich sollten auch die privaten Pleiten viel deutlicher zurückgehen.

Was aber sind die Gründe, warum Menschen ein Verbraucherinsolvenzverfahren anstreben? Dazu hat der BDIU vor Kurzem seine Mitglieder befragt. Das Ergebnis: Es sind immer mehrere Ursachen. Natürlich sind es Dinge wie Jobverlust oder andere unvorhersehbare Lebensereignisse, die einen privaten Haushalt finanziell aus dem Ruder führen können. Topursache ist aber: Die Betroffenen haben den Überblick über ihre finanziellen Verpflichtungen verloren. Oder anders gesagt: Sie haben es versäumt, mit ihrem Geld mit Augenmaß umzugehen.

Was kann da helfen? Zum einen eine bessere Finanzbildung. Der Umgang mit Geld und finanziellen Verpflichtungen gehört in den Schulunterricht.

Zum anderen brauchen Betroffene, die bereits in Überschuldung sind, individuelle Lösungen. Damit sie ihre Finanzprobleme klären und wirtschaftlich neu durchstarten können. Am besten bewährt haben sich dafür außergerichtliche Einigungen zwischen Schuldnern und Gläubigern.