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Der Inkasso-»Knigge«

Warum gutes Benehmen Geld wert ist

Früher gab der „Knigge“ vor, wie man sich in der Öffentlichkeit und gegenüber anderen Menschen zu verhalten hatte. Zwar ist der „Knigge“ ein wenig aus der Mode gekommen – Verhaltensregeln aber sind hochaktuell.

Gerade für Inkassounternehmen ist es wichtig, dass sie sich korrekt verhalten. Denn in ihrer Rolle als Gläubigervertreter färbt jedes Verhalten, das sie gegenüber Schuldnern praktizieren, natürlich auch auf ihren Auftraggeber ab.

Die aktuelle „Inkassowirtschaft“ legt daher einen Schwerpunkt auf das Thema „Code of Conduct“ und beleuchtet es in seinen verschiedenen Facetten. Kirsten Pedd, im BDIU-Präsidium zuständig für die Ressorts Rechts und Compliance, erläutert in einem Interview, wie die Mitgliedsunternehmen des Inkassoverbands die neuen Darlegungs- und Informationspflichten bei Mahnungen in die Praxis umgesetzt haben. Ihr Fazit: Es handelt sich um echte Verbesserungen, die viel dazu beigetragen haben, dass Inkasso noch transparenter geworden ist. Allerdings sieht Pedd auch nach wie vor Defizite bei der behördlichen Aufsicht, die bundesweit auf 58 unterschiedliche Zivilgerichte zersplittert ist. Sie sollte in maximal einer Behörde pro Bundesland gebündelt werden.

Neue Verhaltensregeln für Inkassounternehmen könnten in Zukunft verstärkt auch aus Europa kommen. Dr. Andreas Bücker, Senior Advisor European Affairs des europäischen Inkasso-Dachverbands FENCA, erklärt, wie Inkassounternehmen in unseren Nachbarländern mit Regulierungen umgehen und praktische Verantwortung leben. Außerdem wirft die „Inkassowirtschaft“ einen Blick zurück auf den letzten Kongress der FENCA, der in Stockholm stattgefunden hat, und auf dem sich Forderungsmanager aus der ganzen Welt über Aktuelles aus der Branche ausgetauscht haben.

In einem Ratgeber-Artikel werden Verbraucher auf eine neue Betrugsmasche aufmerksam gemacht: Beim „Fake-Inkasso“ fälschen Betrüger Briefe oder Mails echter Inkassounternehmen. Und manche dieser Fälschungen sehen sogar sehr echt aus. Das Magazin rät: „Prüfen Sie jeden Forderung, bevor Sie sich begleichen.“ Im Zweifel sollten sich Betroffene mit Fragen an den BDIU wenden.