inkasso.de verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Datenschutzgrundverordnung: Es wird ernst

Datenschutzgrundverordnung: Es wird ernst

Berlin, 2. Juni 2015 –

Die Uhr tickt. Noch diesen Monat will sich der Europäische Rat auf eine finale Version der Datenschutzgrundverordnung verständigen. Danach soll der sogenannte Trilog mit dem EU-Parlament sowie der EU-Kommission starten. Schon Ende 2015 könnte die Verordnung damit in allen EU-Staaten in Kraft treten.

In der aktuellen Version wäre die Verordnung eine Gefahr für die Wirtschaft. Es gäbe höhere Zahlungsausfälle, da die Bonität von Kreditnehmern nicht mehr zuverlässig ermittelt werden könnte. Verbraucher müssten höhere Preise für Waren und Dienstleistungen bezahlen, um die Kosten der Wirtschaft für höhere Zahlungsausfälle auszugleichen.

Für Gläubiger wäre die Durchsetzung ihrer Forderungen akut gefährdet. Sie müssten nachweisen, dass ihre Schuldner mit der Weitergabe ihrer Daten an Inkassounternehmen einverstanden sind. Das wäre Gift für die Zahlungsmoral.

Die Inkassowirtschaft appelliert für eine Lösung, die einen fairen Interessenausgleich zwischen den Belangen der Wirtschaft und dem Schutz personenbezogener Daten schafft. Der europäische Inkassoverband FENCA (Federation of European National Collection Associations) ist im April einer Verbändekoalition Datenschutz (Industry Coalition on Data Protection ICDP) beigetreten. Ziel ist es, den Entscheidungsträgern in Brüssel und den EU-Mitgliedstaaten die Gefahren der Verordnung aufzuzeigen.

Mehr dazu lesen Sie im aktuellen Newsletter der FENCA.

Außerdem in dieser Ausgabe: Etienne van der Vaeren, Präsident des belgischen Inkassoverbands ABR-BVI, erklärt, wie das Forderungsmanagement im Land der Flamen und Walonen organisiert ist. Aus Österreich und Deutschland wird von aktuellen Branchenkongressen berichtet. Und der tschechische nationale Inkassoverband stellt sich und seine Aufgaben vor.