inkasso.de verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Krankenkassen: 2,15 Milliarden Euro Außenstände

Krankenkassen: 2,15 Milliarden Euro Außenstände

Berlin, 8. Mai 2013 –

2,15 Milliarden Euro Beitragsrückstände belasten derzeit die Finanzkraft der Krankenkassen. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) schlägt vor, Außenstände durch die Zusammenarbeit mit privaten Inkassounternehmen zu reduzieren. „Viele Kommunen und auch das Bundesland Hessen haben damit bereits gute Erfahrungen gemacht“, so der BDIU. Am Montag berät nun der Gesundheitsausschuss des Bundestages.

Gegenstand der öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses  ist ein Entwurf der Koalitionsfraktionen für ein „Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung in der Krankenversicherung“. Damit sollen freiwillig Versicherte entlastet werden, die bei ihrer Krankenversicherung verschuldet sind. Notwendig geworden ist das Gesetz, weil seit der Einführung der allgemeinen Versicherungspflicht 2007 eine Kündigung durch die Krankenkassen aufgrund von Beitragsschulden nicht mehr möglich ist. „Durch die Zusammenarbeit mit Inkassounternehmen könnten die Außenstände der Krankenkassen deutlich reduziert werden“, so der BDIU. In das Gesetz könnten ergänzende Regelungen aufgenommen werden, die die Beauftragung privater Inkassodienstleister als Verwaltungshelfer erlauben.

Damit würde der Gesetzgeber dem Beispiel Hessens folgen. Die Gerichtskassen des Landes arbeiten seit dem 1. Januar mit privaten Inkassounternehmen zusammen, um ihre Außenstände zu reduzieren. Auch die Landeshauptstadt Wiesbaden arbeitet erfolgreich mit Inkassounternehmen zusammen. Durch die Einführung eines kommunalen Forderungsmanagements ist es der Stadt gelungen, ihre monatlichen Außenstände innerhalb von zehn Jahren von rund 50 Millionen Euro auf unter 40 Millionen Euro zu reduzieren sowie rund 7 Millionen an zusätzlichen Einnahmen zu realisieren.