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Jahresbericht 2012/2013

Eine Studie zum deutschen Inkassomarkt und eine wissenschaftliche Betrachtung zum Ausmaß und den Gründen von Jugendverschuldung.

Warum keiner auf Inkasso verzichten kann – das klärt die im Jahresbericht 2012/2013 veröffentlichte Branchenstudie zum Inkassomarkt in Deutschland. Wirtschaft, Verbraucher und die Justiz profitieren von der Arbeit der Rechtsdienstleister.

Rund 55 Milliarden Euro halten Inkassounternehmen demnach an offenen Forderungen. Die durchschnittliche Forderungssumme beträgt rund 650 Euro, ein Viertel aller Forderungen sind sogar höher als 10.000 Euro. Pro Jahr bearbeiten Inkassounternehmen fast 20 Millionen außergerichtliche Mahnungen, von denen sie 80 Prozent einer Klärung zuführen. Überraschend mag in diesem Zusammenhang die Feststellung von Stefan Bleyhl von der Unternehmensberatung Bülow & Consorten sein, der sagt: „Das typische Inkassounternehmen existiert nicht.“ Bleyhl hatte die Studie im Auftrag des BDIU durchgeführt. Es ist ihm gelungen, die ganze Breite und Vielfalt des Inkassos abzudecken. „Insgesamt schätzen wir die Stichprobenabdeckung auf 60 bis 70 Prozent für den Gesamtmarkt in Deutschland“, so Bleyhl. Damit ist die Studie repräsentativ.

Ein weiteres Schwerpunktthema in diesem Jahresbericht ist die Verschuldung junger Menschen. Matthias Rau, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften am Lehrstuhl für Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafrecht der Universität Mainz, beleuchtet in einer empirischen Betrachtung, wie viele Jugendliche verschuldet sind, welche Schuldenhöhen dabei entstehen und was die Hauptgläubiger sind.

Der Jahresbericht dokumentiert darüber hinaus die wichtigsten Stationen und zentralen Ergebnisse der Arbeit von Inkassoverband und Inkassoakademie im Geschäftsjahr 2012/2013, unter anderem zum „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken“, zum Einzug von Justizforderungen in Hessen und zur Reform der Sachaufklärung.